Allgemeine Geschäftsbedingungen
für die Nutzung der Online-Plattform clicktranslate.net
1. Geltungsbereich und Anbieter
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln die Registrierung, den Zugang und die Nutzung der Online-Plattform ClickTranslate.net sowie der damit verbundenen technischen Funktionen.
1.2 Anbieter und Vertragspartner ist die KERN AG, Global Language Services, Kurfürstenstraße 1, 60486 Frankfurt am Main, Deutschland, nachfolgend „ClickTranslate“ oder „Anbieter“.
1.3 Für konkrete Sprachdienstleistungen gelten ergänzend die „AGB Sprachdienstleistungen“. Bei Widersprüchen haben die Bestimmungen des Einzelauftrags Vorrang, danach die AGB Sprachdienstleistungen und anschließend diese AGB Plattformbetrieb.
1.4 Die Plattform richtet sich an Unternehmer und Verbraucher mit gewöhnlichem Aufenthalt beziehungsweise Sitz in Deutschland. Verbraucher ist, wer zu Zwecken handelt, die überwiegend weder seiner gewerblichen noch seiner selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
2. Leistungsumfang der Plattform
2.1 Die Plattform ermöglicht insbesondere die elektronische Projektanfrage, das Hochladen von Ausgangsmaterial, die Auswahl von Sprach- und Zusatzleistungen, die automatisierte oder manuelle Angebotserstellung, die Online-Beauftragung, Zahlung, Statuskommunikation und Bereitstellung von Lieferungen.
2.2 Art und Umfang der konkret geschuldeten Leistung ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Angebot und der Auftragsbestätigung.
2.3 Die Darstellung von Leistungen und automatisch berechneten Preisen auf der Plattform ist grundsätzlich noch kein verbindliches Vertragsangebot, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet ist.
3. Registrierung und Benutzerkonto
3.1 Soweit ein Benutzerkonto vorgesehen ist, müssen die Registrierungsangaben vollständig und richtig sein. Änderungen sind unverzüglich zu aktualisieren.
3.2 Zugangsdaten sind geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Handlungen über ein Benutzerkonto werden dem Kontoinhaber zugerechnet, sofern er sie zu vertreten hat.
3.3 Der Anbieter darf Konten vorübergehend sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte für Missbrauch, Sicherheitsrisiken oder Rechtsverstöße bestehen. Der Kunde wird informiert, soweit dem keine Sicherheits- oder Rechtsgründe entgegenstehen.
4. Vertragsschluss im elektronischen Geschäftsverkehr
4.1 Der Kunde gibt durch Betätigung der eindeutig beschrifteten Bestellschaltfläche ein verbindliches Angebot zum Abschluss des im Bestellprozess beschriebenen Vertrags ab.
4.2 Vor Abgabe der Bestellung kann der Kunde Eingaben erkennen und über die vorgesehenen Korrekturfunktionen berichtigen. Die Vertragstexte und Pflichtinformationen werden in deutscher und englischer Sprache bereitgestellt.
4.3 Eine automatische Eingangs- oder Zahlungsbestätigung bestätigt nur den Eingang und stellt noch keine Annahme dar. Der Vertrag kommt durch ausdrückliche Auftragsbestätigung oder durch Beginn der Leistungserbringung zustande.
4.4 Der Vertragstext wird nach Maßgabe der Datenschutzerklärung gespeichert. Der Kunde erhält die Vertragsinformationen per E-Mail, per Post, auf einem dauerhaften Datenträger oder kann sie, soweit technisch vorgesehen, im Benutzerkonto abrufen.
5. Automatisierte und KI-gestützte Angebotserstellung
5.1 Zur Dateianalyse, Mengenermittlung, Zuordnung von Sprachkombinationen und Leistungsarten, Aufwandsschätzung, Preisberechnung und Terminprognose können automatisierte Verfahren und KI-Systeme eingesetzt werden.
5.2 Automatisch ausgegebene Ergebnisse beruhen auf den vom Kunden bereitgestellten Daten und können insbesondere durch Dateiformate, nicht auslesbare Inhalte, Tabellen, Grafiken, Wiederholungen, Formatierungsaufwand oder unvollständige Angaben beeinflusst werden.
5.3 Offensichtliche Eingabe-, Übertragungs-, System-, Berechnungs- oder Erkennungsfehler dürfen vor Vertragsschluss berichtigt werden. Ist bereits ein Vertrag zustande gekommen, gelten die gesetzlichen Regeln über Irrtum, Anfechtung und Vertragsauslegung; eine einseitige nachträgliche Preisänderung erfolgt nicht ohne Rechtsgrund oder Vereinbarung.
6. Pflichten des Kunden
- Nur Inhalte hochladen, zu deren Verarbeitung der Kunde berechtigt ist.
- Ausgangsmaterial vor dem Upload mit aktueller Schutzsoftware prüfen.
- Keine rechtswidrigen, beleidigenden, diskriminierenden, extremistischen oder sonst unzulässigen Inhalte einstellen.
- Keine Mechanismen einsetzen, die Sicherheit, Verfügbarkeit oder Integrität der Plattform beeinträchtigen.
- Anforderungen, Verwendungszweck, Fachgebiet, Zielgruppe, Terminologie, Layout- und Qualitätsvorgaben vollständig mitteilen.
- Besondere Anforderungen an die Leistung sind mitzuteilen bei Auftragserteilung. Eine nachträgliche Anpassung ist ggf. mit Zusatzaufwand und Kosten verbunden.
7. Verfügbarkeit, Wartung und Änderungen
7.1 Ein Anspruch auf ununterbrochene Verfügbarkeit besteht nicht. Geplante Wartung, Sicherheitsmaßnahmen, höhere Gewalt und Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters können die Nutzung vorübergehend einschränken.
7.2 Wesentliche, zumutbare Änderungen der Plattform können aus Sicherheits-, Rechts- oder Technikgründen vorgenommen werden. Bereits vereinbarte Leistungsinhalte bleiben unberührt.
8. Elektronische Kommunikation
Vertragsbezogene Mitteilungen, Rechnungen, Statusinformationen und Lieferhinweise können per E-Mail oder über das Benutzerkonto übermittelt werden, soweit keine strengere gesetzliche Form vorgeschrieben ist.
9. Haftung für den Plattformbetrieb
9.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften.
9.2 Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, typischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Zwingende Verbraucherrechte bleiben unberührt.
9.3 Der Kunde bleibt für eine angemessene Sicherung seiner Ausgangsdaten verantwortlich, soweit ihm dies zumutbar ist.
10. Laufzeit, Sperrung und Beendigung
Ein Benutzerkonto kann nach den im Konto angebotenen Funktionen oder in Textform beendet werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten und die Abwicklung laufender Aufträge bleiben bestehen.
11. Schlussbestimmungen
11.1 Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
11.2 Ausschließlicher Gerichtsstand für Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen ist Frankfurt am Main. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
11.3 Änderungen dieser AGB wirken nicht rückwirkend auf abgeschlossene Aufträge. Über wesentliche Änderungen für registrierte Nutzer wird in geeigneter Weise informiert.